Seit einigen Monaten nun häufen sich die Meldungen über Wolfsrisse auch in Gebieten, in denen der Wolf bisher noch nicht oder eher selten angetroffen wurde. Auch beschränken sich die Risse noch überwiegend auf Schafe, die auch im Winter ohne Stall auskommen. Zur Beruhigung Seitens der Politik und der Wolfsbefürworter werden den Viehhaltern großzügige Entschädigungszahlungen versprochen.
Scheinbar hat sich aber noch kein einziger Befürworter der Wiederenbürgerung des Wolfes über die Pflege unseres Offenlandes durch die Weidewirtschaft Gedanken gemacht. Auch hier wird wieder erkennbar, wie wenig Kenntnisse bezüglich unserer Kulturlandschaft und deren Erhalt bestehen. Seit vielen Jahrhunderten werden die der Natur abgerungenen Offenlandflächen durch die Beweidung durch Vieh gepflegt. Unterbleibt die Pflege, kommt es zur Verbuschung und Verwilderung. Eine unfreiwillige Renaturierung von Teilen unserer Kulturlandschaft wäre die Folge. Die Offenlandpflege durch die Weidewirtschaft wird überwiegend ökologisch betrieben, um eine hohe Artenvielfalt auf den Flächen zu gewährleisten. Dadurch wird nicht nur ökologisch wertvolles Vieh gehalten und produziert, auch der Arten- und Naturschutz und die seit Jahren geforderte Biodiversität wird gefördert. Durch das Offenland, ursprünglich durch den Menschen durch Rodung und Trockenlegung geschaffen, entstanden völlig neue Biotope. Durch eine weitestgehend extensive Bewirtschaftung durch die Weidewirtschaft wird dieser weltweit einmalige Teil unserer Kulturlandschaft erhalten.
Doch was passiert, wenn immer mehr Bauern, die unser Offenland mittels Weideviehnutzung pflegen, die Viehwirtschaft wegen häufiger Wolfsrisse einstellen?
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| Sie liefern nicht nur ökologisch wertvolles Fleisch, sie pflegen auch die Offenlandflächen unserer Kulturlandschaft. Winterharte Gallowayrinder |
Es ist dringlicher denn je, dass sich unsere Politker und Naturschutzverbände intensiv mit der Problematik "Die Wiedereinbürgerung des Wolfes und dessen Auswirkungen auf die Pflege unserer Offenlandflächen" langfristig auseinander zu setzen. Alleine großzügige Versprechungen, Entschädigungszahlungen zu leisten, mögen die Gemüter kurzfristig beruhigen, sie reichen aber für eine langfristige Lösung des Problems nicht aus!
waidmannsheil
Euer
stefan

