1.2.08

Die Wirtschaftseliten der Generation Golf entdecken das Jagen

Seit vielen Jahren steht bei der jungen, wirtschaftlich erfolgreichen Generation das Golfen als Hobby an oberster Stelle.
Doch seitdem es in Deutschland flächendeckend Golfplätze gibt und fast jeder sich damit rühmen kann, ein gutes Handycap zu haben, hat dieser Sport seinen elitären Glanz eingebüßt. Schon werben die ersten Golfplätze mit Niedrigpreisen und Discounter verkaufen Golfutensilien als Sonderposten.

Durch diese Entwicklung haben die Wirtschaftseliten das Gefühl, nicht mehr alleine unter Ihresgleichen zu sein und entdecken die Jagd als neue Freizeitbeschäftigung.
Durch die Notwendigkeit, erst durch den Besuch teurer Jagdschulen den Eintritt in diese Gesellschaft der Jäger zu bekommen, bekommt diese Art der Freizeitbeschäftigung einen völlig neuen Reiz, der dem Golfen wohl fehlt.

Ein wenig Unbehagen beschlich mich beim Lesen schon. Kein Wort vom Erlernen der Waidgerechtigkeit und ethischem Jagen. Kein Wort davon, das mit dem Ablegen der Jägerprüfung das Lernen erst beginnt.
Im Gegenteil: Die Jagdschule, die den Jagdschein binnen 10 Tagen anbietet, wird lobend erwähnt. Mir graut bei dem Gedanken, wenn solche 10 Tage Lehrgangsteilnehmer unsere Wälder durchschreiten und die Jagd ausüben.
Die Autorin, Frau Gisela Maria Freisinger, stellt einseitig die Entdeckung eines neuen teuren Hobbies da. Dass das Jagen, im Gegensatz zum Golfen, viel mit ethischer Verantwortung zu tun hat, erwähnt sie mit keinem Wort.
Aber vielleicht hilft das praktische Jagen den Managern, das Fehlen von Verantwortung, was man ihnen bei der Ausübung ihres Berufes oft vorwirft, bei der Jagd dann doch noch zu erlernen.
Man soll die Hoffnung, auch bei unseren Managern, ja nie aufgeben!

Die Beweggründe, weshalb die Eliten unserer Wirtschaft die Freizeitbeschäftigung Jagd neu entdeckt und sich vom Golfen abwendet, beschreibt das Manager Magazin in einem siebenteiligen Bericht.

waidmannsheil

Euer

stefan


JAGEN
Schuss ins Grüne


Von Gisela Maria Freisinger


In den Chefetagen wächst eine Generation nach, die es in der Freizeit in den Wald zieht - auf der Pirsch nach Böcken, Sauen und karriereförderlichen Verbindungen.

Diese Sehnsucht! Lange schon vor Sonnenaufgang treibt sie ihn aus dem Schlaf. Noch müde, formt er die Hände zu einer Schale, fängt kaltes Wasser auf, in das er sein verschlafenes Gesicht taucht. Wieder und wieder, wie ein geheiligtes Ritual. In klobigen Trekkingstiefeln, das Lodenjankerl bis obenhin zugeknöpft, an seiner Seite den Hund, tritt er vor die Tür, wo ihm das kühle Nirwana zwischen Nacht und Tag ins Gesicht schlägt. Juliluft. Sommer noch, aber schon hat sich eine Spur Herbst eingeschlichen.


Er muss vor der ersten Helligkeit des Tages an seinem Platz sein, dort, wo er schon am Vorabend ausharrte, bis tiefe Dunkelheit Wald und Welt verschluckte: auf dem Hochsitz. Ein Wirtschaftsmann, glücklich in seinem Parallelkosmos: Burkhard Graßmann (41), Geschäftsführer von Loyalty Partner, dem Betreiber des Bonussystems Payback, war in seinem schwarzen allradgetriebenen Wagen von Hamburg ins Mecklenburgische gefahren, wo er jüngst seine höheren Weihen empfing - auf Gut Grambow.

Hier hatte er nicht nur einen soliden Rückzugsort gefunden, nachdem er Anfang 2007 seine Aufgabe als T-Com-Bereichsvorstand niedergelegt hatte, hier konnte der Marketing- und Internetexperte auch seinen alten Jugendtraum verwirklichen: den Jagdschein zu machen. Ausgerechnet in der Warteschleife der Karriere sollte das seine schwierigste Prüfung werden.
So zumindest empfand er die Anstrengungen und Ängste rund ums "grüne Abitur".

Den Jagdschein hat Graßmann geschafft, nun fehlt die Initiation. Es ist Blattzeit, ihn treibt es, seinen ersten Bock zu schießen. Schon zweimal war er zur Pirsch geladen, aber zum erlösenden Handschlag "Waidmannsheil!" kam es am Ende doch nicht. Wohl war er fasziniert von all den kleinen Wundern der Natur, sichtete auf kürzeste Entfernung einen Überläufer, Jungfuchs, Ricke und auch ein Schmalreh. Aber der ersehnte Rehbock ließ sich auch nach mehrstündigem Beharren nicht blicken. Geübt in Zenmeditation und sogar vertraut mit den extremen Strapazen eines wochenlangen Fußmarsches auf dem Jakobsweg, gesteht er trotzdem ein: "Geduld muss ich noch lernen." Nun also Mecklenburg. Würde er dieses Mal Beute machen?

Quelle: Manager- Magazin Heft 10/2007, Seite 252

Um den 2. bis 7. Teil zu lesen, bitte hier klicken
http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,506616-2,00.html

Kommentare:

Calamitas hat gesagt…

Ich bin beim Googeln nach Informationen über den erschossenen Wachtelhund in Thüringen auf Ihr interessantes Blog gestoßen und habe mich festgelesen.

Ich bin Jungjägerin in einem Alter, in dem andere, gescheite, Frauen ihre Enkelkinder spazierenfahren und habe unlängst die Jägerprüfung abgelegt, um mit Jagdhunden arbeiten zu können. Zur Zeit habe ich drei PRT von denen zwei in der jagdlichen Ausbildung stehen und wenn an meinem zukünftigen Wohnort die Jagdmöglichkeiten danach sind, denke ich auch eventuell an einen Weimaraner, nachdem der, den ich über (ja!) "Krambambulli" vermittelt bekam, leider viel zu früh gehen musste. Dies nur zur Einführung.

Der Artikel kratzt, wie das bei Journalisten eben so üblich ist, nur an der Oberfläche und leidet an der Unstimmigkeit, dass die meisten der Leute, die dort vorgestellt werden, einer Gesellschaftsschicht entstammen, in der die Jagd traditionell zum Leben gehört und nicht, wie bei der "Generation Golf", durch eine "Jagdschule" vermittelt werden muss. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Graf Hardenberg oder Fürst Oettingen-Wallerstein auf einem Golfplatz nicht tot gesehen werden möchten – und das vermutlich auch schon vor der Prollifizierung in letzter Zeit. (Ich mag mich irren!)

Ich habe 30 Jahre lang, und davon eine Zeit lang semi-professionell, mit Pferden gearbeitet und was mit der Mehrzahl der neu-jagdbegeisterten Managern passieren wird, meine ich voraussagen zu können, da es verblüffend einem Phänomen entspricht, das ich aus der Pferdewelt kenne. Wenn es zu viele Leute gibt, die sich alles gekauft haben, was man für Geld kaufen kann, dann möchten die am Ende auch etwas haben, das man nicht, oder nur begrenzt, für Geld kaufen kann, nämlich sozialen Aufstieg. Und da die Mehrzahl unserer Manager Aufsteiger aus der unteren Mittelschicht sind, glauben sie, dass die Queen mit Krone aufs Klo geht und dass man bei Pferd und Jagd so richtig geil vornehme Leute kennenlernen kann, was ja auch stimmt, nur anders, als die sich das vorgestellt haben.

Bei den Pferden war das dann so, dass die Neueinsteiger bei, alten, renommierten Züchtern das Edelste und Beste zusammengekauft haben, das für viel Geld zu haben war, und mussten dann zu ihrem Schaden lernen, dass eine Ansammlung besten Blutes immer noch keine Zucht ist und dass ihnen all' der viele Aufwand auch keine Eintrittskarte in die Welt des ostelbischen Adels verschafft hatte, bzw dass diese Welt etwas ganz anderes war, als sie es sich so nett gedacht hatten. Die meisten verschwanden auch wieder ganz schnell, und das Gute daran war, dass dann wirklich ambitionierte Züchter Spitzenmaterial zum relativen Schleuderpreis kaufen konnten.

Ich vermute mal, dass es mit der Jagd ähnlich verlaufen wird. Wenn die sehen, dass ein Weimaraner vom Abrichter und ein Paar Holland und Holland für 150.000,00 Euro nur kurzfristig Spaß machen und dass sie trotz teuer bezahlter Einladung bei den Hardenbergs oder wo auch immer dem Landadel und sonstigen Traditionsjägern damit nicht sonderlich imponieren können, werden sie auch ganz schnell wieder von der Bildfläche verschwinden. Die, die trotz des Drecks, der Mühe und der meistens garnicht so "vornehmen" Gesellschaft bleiben, sind dann aber vermutlich ein echter Gewinn für die Sache.

Anonym hat gesagt…

Calamitas, du bist gemein!

Wie kannst du so etwas schreiben?

Unsere Wirtschaft prosperiert in alter Tradition, dernach Kluge Dumme reinlegen, die von sich glauben, klug zu sein. Die merken`s nämlich nicht und lassen sich ein zweites, drittes, viertes Mal reinlegen.

Von den Pferden kennen wir es doch: Der Verkaufspreis eines ungerittenen Dreijährigen bewegt sich im Verhältnis zum geschätzen Jahreseinkommen des Interessenten exponential nach nach oben.

Nun wird es mit der Jagd genauso und der im Zuge der Telekom - Aktien"pleite" verarmte Adel reibt sich die Hände. Jetzt bekommen die Herren Manager die Rechnung präsentiert. Und es ist so unglaublich leicht.
Ich hab`s selber erlebt: Der frischgebackene Träger des Bundesverdienstkreuzes zeigte bei der ersten Begegnung mit meinem Hannoverschen Schweißhund eine innere Ergriffenheit, die weit über die bei der Verleihung seines Ordens hinaus ging.

Seien wir doch mal ehrlich: Einem blinden Bettler einen Euro aus der Schale zu klauen, ist eine üble Schandtat. Aber einen neureichen Siemens - Manager übern Tisch zu ziehen, das macht Laune.

Ich fürchte nur, wenn der Herr mit Tränen der Rührung in seinem sündteuren Camouflage - Dress mit geschulterter Herrenbüchse vor seinem ersten "gefällten" Hirsch steht, bekomme ich vor Lachen das "Hirsch tot" nicht mehr aus dem Horn.

Wir müssen unsere Berufsjäger dringendst nach Afrika in die Lehre schicken. Die Farmer und PH`s aus Südafrika, aus Namibia, aus Simbabwe haben es nämlich perfekt drauf, die Erlegung eines Büffels oder auch eines Löwen zu einem hochexclusiven Event zu machen, auch wenn die jagdlichen Anforderungen knapp über Null lagen. Gott sei Dank, denn zu mehr ist die Manager - Elite sowieso kaum in der Lage. Und wir wollen ihnen ja den Spass nicht verderben, schließlich lassen wir sie dafür genauso exclusiv blechen.

Calamitas hat gesagt…

"Seien wir doch mal ehrlich: Einem blinden Bettler einen Euro aus der Schale zu klauen, ist eine üble Schandtat. Aber einen neureichen Siemens - Manager übern Tisch zu ziehen, das macht Laune."

Oh mein Gott! Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, dass ich das missbillige und natürlich ist ein Pferd so viel wert, wie ein Dummer bereit ist, dafür zu bezahlen.

Ich habe vor etwa 30 Jahren mal eine Fabrikantengattin getroffen, der hatte ein Bauer im Hannoverschen einen dunkelbraunen (toll!), großen (noch toller!) und todschicken (affengeil!) Dreijährigen von dem Jahrhunderhengst "Der Löwe" angedreht. Das Tier hatte so wenig Ganaschenfreiheit, dass es nur so grade eben durchs Genick treten konnte. Aber er war doch ein Halbbruder von Liostro und schon bei Theodorescu angemeldet. Tja...

Die hat mir nie leid getan, außerdem war sie nicht nur dumm, sondern auch blöd.

In diese Höhen hochexclusiver Events (Herr Theodorescu möge mir verzeihen!) bin ich bei der Jagd noch nie aufgestiegen. Meinen ersten Einstieg habe ich noch in Westdeutschland versucht, das war wohl die verprollteste Kreisjägerschaft im gesamten Westen. (Ich habe nichts gegen Prolls, einige meiner besten Freunde sind ...naja und außerdem bin ich selbst aus dem Ruhrgebiet.)

Jetzt bin ich hier in Sachsen gelandet und der Kulturschock ist auch nach 16 Monaten noch nicht überwunden. Dennoch gefällt es mir hier auf eine Art, die ich immer noch nicht eindeutig definieren könnte, deutlich besser, als dort, wo ich vorher war. Jedenfalls jagdlich.

Aber das wäre Stoff für ein ganzes eigenes Blog.

Ich fürchte, ich werde es bis zu meinem Lebensende nicht mehr schaffen, exclusiv genug zu werden, um mich bei der Abzocke anzuhängen. Spaß täte es mir schon machen.

Im Übrigen hab ich mich bei deiner Schilderung abgerollt!

Lüderitz hat gesagt…

Ich habe den Artikel mit Interesse gelesen. Das zum SPIEGEL gehörende "manager magazin" möchte seiner Klientel natürlich stets etwas außergewöhnliches bieten, Artikel die zu der Grundansicht des SPIEGEL passen und in der Sprache der Leserschaft geschrieben sind. Da inzwischen jeder Depp Golf spielen kann sind die exklusiven Alternativen rar gesät. Außer der Jagd bleibt bald nur noch Polo und Hochseesegeln.

Der Artikel ist letztendlich ein Blick von außen auf die deutsche Jägerschaft gepaart mit den üblichen Klischees und Vorurteilen. Es geht in dem Artikel weniger um die Jagd an sich als darum, den Lesern eine Plattform für Networking anzupreisen.

Der Artikel sollte uns Jägern zu denken geben, wie wir von den "Zivilisten" wahrgenommen werden - zum Teil als exklusives Grüppchen, welches ein teures Hobby ausübt und darüber seine Geschäfte abwickelt (eben jenes Image, welches Golf vor einem Jahrzehnt noch inne hatte).

Im Gegensatz zu Golf sehe ich aber nicht die Gefahr, daß die Jagd zu einer Lifestyle-Unsitte (wie eben Golf) verfällt. Dazu ist der nötige persönliche und monetäre Einsatz zu hoch. Auch die etwas arroganten Kommentare bezüglich der Jagdschulen halte ich für unangebracht. Zum einen bilden die Jagdschulen auch passionierte Jäger aus, die nicht den Weg über die örtliche Jägerschaft gehen wollen oder können, zum anderen verlangt auch die dortige Ausbildung mehr Einsatz als es für eine Platzreife beim Golf nötig ist.

Letztlich liegt es aber auch an uns selbst, wie wir wahrgenommen werden und wen wir in unsere Reihen aufnehmen. Wenn die Befürchtung aufkommt, daß sich Wohlhabende nach amerikanischem Vorbild nur einen "Kill" kaufen wollen und dies ihnen ermöglicht wird, so ist die Schuld auch bei uns zu suchen. Wir tragen z.B. die Verantwortung, daß Gesellschaftjagden nach deutscher Sitte abgehalten werden und nicht zum Schauplatz für Selbstladebüchsen mit 5-Schuß Magazinen verkommen.

Paul hat gesagt…

Liebe KollegInnen,

Eure Unterhaltung ist schön und listig, aber sie ist publik. Wenn ein Manager Magazin über Jagd als Nachfolge von Golf spricht, dann bedenke, dass wir mehr Personen als zukünftige Jungjäger haben werden als die Anzahl Vorstandsmitglieder aller DAX-notierten Unternehmen. Wer die Dimension mal erspüren möchte, geht in xing.com.

Unter den momentanen Pächtern gibt es ausreichend Personen, die ihren „zu hoch empfundenen“ Wildschaden mit Auswahl- oder Elitebegehungsscheinen „verrechnen“ wollen. Wenn inzwischen ein Wildschaden von €1500 auf 400 ha (Pacht 3000€) schon einen Zeitungsbericht würdig ist, sind die Nöte doch weitreichend bekannt. Nun wissen wir, dass Jagd mehr als Abschuss ist. Hat ein Manager Sitzfleisch? Antwort: ja, (Meetings, etc.) und auf der Jagd bis er mal in Ungarn, Rumänien, Russland, Polen etc. war. Gerade diese Personen werden doch diese Woche diese eine bestimmte Halle in Dortmund bevölkern. Nach dem Auslandsaufenthalt werden diese Erwartungen auf die hiesigen Jagden übertragen.

Wer pflegt die Reviereinrichtungen, schneidet aus, versorgt die Wildäcker, etc? Doch wohl der Manager oder? Den Erwartungen an den Jagdhunden entsprechen die Anforderungen der Berufspraxis. Ausnahmen gibt’s immer weniger. Hunde sollen funktionieren als Waffen. Und nach 3 Jahren liegt dieser Hund nur noch vorm Kamin, da diese Manager auf Einladungen aus sind und im Ausland pirschen.

Und wenn es dann auch den letzten Pächter mal kapiert hat, dass die Nachhaltigkeit der Jagd damit (Elitebegehungsscheine und –einladungen) überhaupt nicht gedient ist, haben wir die Jagd da wo die Jacke an der Garderobe ist: wenn man sie braucht, zieht man sie an.

Nein Danke, so habe ich die Jagd nicht kennen gelernt. Ebenso kann ich mir nicht vorstellen, dass wir Hunde züchten, um sie bei der Jugendsuche an einem Plastikbecher auf dem Acker vorstehen zu lassen und dann mit 180+ Punkten nach der HZP zu verkaufen. An einem Manager, der meint Jagdhunde sind auch Familienhunde: liegen auf dem Sofa und schauen fernsehen. Denn Projektmanagement kennen diese Tiere nicht, haben kein Verständnis für KPI’s und mangels Schreibkenntnisse können sie an einem Performancefeedback nicht teilnehmen.

Wenn diese Manager Wildberührung haben wollen, reicht’s doch am Kochtopf oder? Dann gibt’s noch Gatter und Nationalparks als Zusatzangebot. Wie auch der Golfsport war, ist Jagd nicht ein Primärziel sondern Mittel zum Zweck.

Vor einigen Jahren wurde ich mal auf Managerseminaren angesprochen. Im Bayrischen Wald von Bayovaren. Ich habe sehr viele gute Jagdfreunde in Bayern und habe dort viel gelernt hinsichtlich Listigkeit und co. „Manager wollen doch gerne die Natur erleben und sich mit Elementarkräften messen“ war die suggestive Äußerung. Ob ich denn Manager rübersenden könnte, damit sie auf Strohsack schlafen und am kalten Brunnenwasser sich waschen könnten. Meine Antwort war simpel: diese Idee hatten schon einige anderen vor Euch. Also spart Euch diese Frust. Billig Geld verdienen, ist schon ausgereizt. Da sind andere Füchse unterwegs.

Wieso lassen wir uns von einem Manager Magazin die Nase an der Fensterscheibe platt drücken? Haben wir das unter den Begriff Waidgerechtigkeit gelernt? Wenn für die Golfer der Golfplatz nicht mehr das Business verspricht, was sich der Trivialist so vorgestellt hat, damit er seine KPI’s erfüllt, wieso muss dann die Jagd daran glauben? Unter xing.com haben sich schon die Kandidaten für dieses „Folgebusiness“ geäußert.

Seid Vorbild in der Öffentlichkeit.
Wenn ihr frotzeln wollt, dann bitte in geschlossener Gesellschaft, sonst haben wir die Dynamik von Internetforen.

Gruss Paul

Kaspar Hauser hat gesagt…

Hallo Paul,

im JagdBlog sind Kommentare - auch wenn sie mal frotzelnd oder bissig sind - erwünscht und erbeten.

Deiner ist ja auch hier erschienen. Sogar mit der zweifachen Erwähnung dieser "LinkedIn - Kopie".


Wir freuen uns über die aktive Teilnahme und geben der freien Meinungsäußerung Raum.

Hattest Du Dich nicht an anderer Stelle über den Mangel an offenem Diskurs beschwert?

Wie Evelyn Beatrice Hall (nicht Voltaire) sagte:
"Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen."

Kaspar Hauser

Calamitas hat gesagt…

Ich vermute stark - und das spricht eher für, als gegen dieses Blog - dass der hier diskutierte Personenkreis sich eher von der Sekretärin ihrer Sekretärin die Inhalte von purdey.com und barbour.co.uk ausdrucken lässt, um sie dann bei Gelegenheit überfliegen zu können, statt hier zu lesen.

Lieber Kaspar Hauser, ich hoffe, dass das nicht als Werbung für diese Firmen missverstanden wird, da du ja bereits an der Erwähnung der "LinkedIn-Kopie" (falls ich das richtig verstanden habe) Anstoß genommen hast. Was die allerdings anbetrifft möchte ich nur sagen, keine Organisation, die MICH aufnimmt, kann irgendwelche Mitglieder von wirklicher wirtschaftlicher Signifikanz haben.