5.3.07

Tierschutz - Ein Eldorado für "Gutmenschen"

Zum Beitrag über zweifelhafte Machenschaften in Tierschutzvereinen hier kam viel Resonanz.
Aufgrund der zahlreichen Kommentare erreichte mich auch via Email der hier nun folgende Beitrag:



Das neue Eldorado der Gutmenschen

In den 60ern gegen „das Establishment“, in den 70ern gegen „autoritäre Erziehung“, in den 80ern und 90ern gegen Atomkraft, Startbahn West und Umweltverschmutzung.

Und heute?

Obigen Themata sind die Anhänger, die Medien, die Öffentlichkeit und vor allem die Finanziers weitestgehend verloren gegangen.

Das mit dem „Establishment“ wollte man als „Globalisierung“ neu auflegen, aber kaum einer macht mit.
Die Ergebnisse antiautoritärer Erziehung baden die ehemaligen Befürworter heute als Lehrer, Kindergärtner, Eltern, Vorgesetzte, Meister, Ausbilder, etc. selber aus.
Der Atomausstieg ist beschlossen, nur kleine Teekränzchen blockieren noch Castor- Transporte.
Und wenn irgendwo ein Flughafen neu entsteht oder ausgebaut wird, hoffen die meisten auf Arbeitsplätze.
Zugegeben, das Thema Umweltverschmutzung erlebt mit der Klima-Debatte eine Neuauflage, aber da hat sich ja Angela Merkel an die Spitze gestellt. Welcher "Gutmensch" kann und will bei der mitmachen oder gegen deren mediale Macht ankämpfen?

Stellen sich die Fragen:

Wo können sich Herr und Frau Gutmensch gehörig aufregen?
Wo haben sie Recht und Moral gepachtet?
Wo bekommen sie Aufmerksamkeit?
Womit lässt sich Geld einsammeln?

Tierschutz!

Das bedeutet natürlich Haus-TierSchutz.
Denn Kühe, Schafe, Schweine, Puten, Hühner, etc. sind der Bevölkerung egal. Hauptsache der Schnitzelpreis stimmt und bei Aldi ist das Putenfilet billig.

Aber Hund und Katze? Da geht allen, vom Kind bis zum Rentner, das Herz auf.
Und - noch wichtiger - auch gleich das Portemonnaie!

Zum Glück für die "Gutmenschen" versteht jeder Mensch unter Tierschutz etwas völlig eigenes. Unvergessen ist mir die "Tierschützerin", die mit über 30 Katzen auf knapp 70 qm lebt. Und auch ein berufstätiges Paar im Bekanntenkreis ist natürlich für Tierschutz, obwohl deren Dackel von morgens 8:00 Uhr bis abends 17:00 Uhr allein in der Stadtwohnung ist. Das Paar wundert sich übrigens, warum sich der Dackel den Schwanz wund beißt.


Aber emotionaler als Tierschutz geht nicht.

Glauben Sie nicht?
Googeln Sie „Kinderschutzverein“und dann „Tierschutzverein“.
1.660 Treffer für Kinderschutzverein und 699.000 Treffer für Tierschutzverein, mehr als das 40-Fache!

Der Deckmantel Tierschutz wärmt inzwischen zahllose Gutmenschen.
Denn damit lebt es sich komfortabel. Man muss dazu nicht auf Demos, das ist ja auch lästig. Es gibt genügend potenzielle Anhänger und ehrenamtliche Mitarbeiter. Mit sehr wenig Aufwand gibt es Publicity, eine Bühne fürs Ego, eine moralische Keule für die Gegner und natürlich Spendengelder. Problemlos gelangt ein Tierschutzverein auf die Liste derer, an die Gerichte die eingenommenen Strafgelder verteilen.

Und es kann ja wirklich niemand gegen Tierschutz sein.
Wenn doch, soll er sich mal wagen, das öffentlich zu formulieren.


Mir sind Gutmenschen, Moralisten und Extremisten zutiefst suspekt.
Egal welches Mäntelchen sie sich gerade umhängen.


Höflichst,
Kaspar Hauser
(Der wahre Name des Autors ist der Redaktion bekannt)

Kommentare:

nanook hat gesagt…

klasse, hätte von mir sein können, hatte nur gerade keine zeit...

Anonym hat gesagt…

Dumm, oberflächlich, überheblich

Totschlags-Argumente

Paßt zu dieser Seite

Anonym hat gesagt…

Kritiker sind oft Leute, die selbst nichts Bemerkenswertes zustande bringen.
Ernst Probst

Anonym hat gesagt…

Soll das hier nun eine Rechtfertigung sein, weil man selbst keinen Verein bzw. kein Anliegen unterstützt?

"Man kann nicht allen helfen ",

sagt der Engherzige und hilft keinem.

In diesem Sinne, mach DIR einen schönen Tag und denk nicht an das Leid in dieser Welt (ganz egal ob Mensch oder Tier).

M. Ziering hat gesagt…

Das Handelsblatt berichtet gerade vom "Kampf ums Schwarzbuch Tierfutter" (Link siehe unten)

Darin heißt es unter anderem:

"Die Heimtierbranche boomt; in etwa jedem dritten Haushalt lebt ein Tier. Rund 2,1 Mrd. Euro geben Deutschlands Tierfreunde jährlich für industriell hergestelltes Futter aus."

http://www.handelsblatt.com/news/default_200038_1233940.aspx

Anonym hat gesagt…

Na, die Handschrift des Beitrages ist ja nun hinlänglich bekannt ;-)
Der Tierschutz ist keine Marotte der Zeit. Nur einige bornierte Menschen werden es in 1000 Jahren nicht begreifen.
Albert Schweitzer hat es schon vor 100 Jahren so beschrieben:
»ETHIK besteht darin, dass ich die Nötigung erlebe,
allem Willen zum Leben die gleiche Ehrfurcht entgegenzubringen wie dem eigenen.
Ethik ist ins Grenzenlose erweiterte Verantwortung
gegenüberallem, was lebt.«

Einfach mehrmals lesen, dann ist es vielleicht auch für Sie zu verstehen.

Calamitas hat gesagt…

Bei sämtlichen Gutmenschenzielen, sei es nun "Tierschutz", Grüne Politik, Antirauchen, Multikulti-Dialüg, "Frieden" oder was auch immer steht eines im Vordergrund: Andersdenkende zu kriminalisieren und Menschen zu kontrollieren. Darum, und NUR darum, geht es.