16.11.08

Die Sekte "Universelles Leben". Ein Jagdgegner der besonderen Art

Jeder Jäger kennt sie: Militante Jagdgegner, die Hochsitze umstürzen oder Gesellschaftsjagden stören. Doch der erhoffte durchschlagende Erfolg, über eine breite Zustimmung in der Bevölkerung für diese militanten Aktionen die Jagd zu verbieten, blieb bisher aus.
Grund ist eine schlechte Organisation der militanten Szene der Jagdgegner. Zudem stoßen militante Aktionen schon wegen ihrer Rechtswidrigkeit in der Bevölkerung auf wenig breite Zustimmung.
Doch weitestgehend unbemerkt von der Jägerschaft und der Öffentlichkeit vollzieht sich zur Zeit eine Entwicklung bei den Jagdgegnern, die die Jägerschaft aufschrecken sollte:

Die Sekte "Universelles Leben" hat den Tierschutz und die dort zahlreich vorhandenen Jagdgegner als einen noch nicht bearbeiteten Markt für neue Mitglieder entdeckt. Sekten, und dazu gehört die Organisation "Universelles Leben", haben eines gemeinsam: Einen unstillbaren Hunger nach neuen Mitgliedern. Im Gegensatz zu Strukturvertrieben, die jeden nehmen, Hauptsache er bringt Umsatz, suchen Sekten ihre Mitglieder in wohlhabenden Gesellschaftsschichten. Sind diese wohlhabenden Menschen zudem noch weltfremd und vom reellen Leben völlig entrückt, werden diese schnell ein potentielles Opfer von Sekten. Geld, gepaart mit Naivität ist der beste Nährboden, auf dem Sekten gedeihen.
Hier bietet die oft von der Natur weit entrückte Tierschützerszene ein nahezu unerschöpfliches Betätigungsfeld!
Dass die "Initiative zur Abschaffung der Jagd" bereits massiv von der Sekte "Universelles Leben" unterwandert ist, darüber besteht in der Tierschutzszene schon lange kein Zweifel mehr.

Nun könnte man als Jäger sagen: "Was geht mich das an?"

Im Gegensatz zur finanziell schwachen und schlecht organisierten militanten Jagdgegnerszene haben es die Jäger nun mit einer Sekte zu tun. "Universelles Leben" ist aber nicht nur gut und straff wie ein Strukturvertrieb organisiert, sondern verfügt über die Akquisition von Mitgliedern in wohlhabenden Bevölkerungsschichten über große finanzielle Mittel. Auch rekrutiert man seine Mitglieder überwiegend aus der akademisch gebildeten und gutbetuchten Mittelschicht der Gesellschaft.
Dadurch läßt sich auch leicht erklären, warum diese Jagdgegner nun einen völlig anderen Weg eingeschlagen haben:
Im Gegensatz zu den militanten Jagdgegnern beschreitet die Sekte "Universelles Leben" den bisher von militanten Jagdgegnern vernachlässigten Rechtsweg. Durch die in großen Mengen zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel und zahlreich in der Sekte organisierten Juristen, die mit einem bedrohlichen Fanatismus die Sache betreiben, wächst hier ein Gegner der Jägerschaft heran, der bisher völlig unterschätzt wurde.

Der Beweis, mit welchem Fanatismus und mit welchem Ehrgeiz die Sekte versucht, das Jagen in Deutschland auf rechtlichem Wege verbieten zu lassen, beweist die Klage vor dem Verwaltungsgericht in Würzburg mit dem Ziel, die Bejagung ihres Eigentums verbieten zu lassen. (Abschaffung der Zwangsbejagung).

Die Jagdverbände und die Jagdmedien verhalten sich in der Berichterstattung über die Aktivitäten der Sekte im Bereich "Abschaffung der Jagd" äußerst zurückhaltend. Auch in den Pressemitteilungen über den verlorenen Prozess vor dem Verwaltungsgericht Würzburg wird verschwiegen, dass es sich bei den Klägern aller Wahrscheinlichkeit nach um Mitglieder der Sekte "Universelles Leben" handelt.
Dies hat einen guten Grund: Bei der Klage gegen Publizisten und Presseorgane gilt die Sekte als äußerst brutal und rücksichtslos. Kritiker der Sekte werden mit Unterlassungsklagen und Verpflichtungen zu Gegendarstellungen überhäuft. Das sogenannnte "law hunting" scheint bei der auch so christlichen Gemeinschaft durchaus ein probates Mittel zu sein, Kritiker mundtot zu machen.

Es ist wohl die Ironie des Schicksals, dass man das law hunting auf deutsch auch als die "Hasenjagd im Internet" bezeichnet. Hierbei ist die mächtige Organisation der Jäger und der Mittels Unterlassungserklärungen gehetzte Internetpublizist symbolisiert den Hasen.

Dieser Jagdgegner hat scheinbar eine Strategie gegen die Jägerschaft entwickelt, der die Jagdverbände noch nichts adäquates entgegen zu setzen haben.


waidmannsheil


Euer


stefan

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Kommentare:

Ingvar hat gesagt…

Stefan, weiter so! Nur durch eine offene Darlegung der "Umtriebkeiten" dieser Gutmenschen, können wir uns gegen sie zur Wehr setzen.
Gruss, Ingvar

Anonym hat gesagt…

Das schlimme mit dieser Sekte ist das sie vorgeben eine "christliche Gemeinschaft" zu sein und im Grunde jedoch die Bibel als solche komplett ablehnen. Sie sagen z.b. das es die Tieropfer der Bibel nie gab, die Speisung der 5000 zwar gegeben haben soll, aber es niemals "Fisch" gab zum essen. Alles wo es darum geht "tierische Nahrung" zu verwenden wird abgelehnt und als falsch niedergeschrieben interpretiert. Stattdessen, man glaube es kaum, hat die Sekte eine eigene "Prophetin" die die Bibel "neu geschrieben" hat ...... Man kann denken was man will, aber da geht es wirklich nur um Abzocke von Tierschützern und das ganze unter dem Deckmantel einer Religionsgemeinschaft ... zwecks staatlicher Anerkennung und freien, nicht versteuerten Spendengeldern. Das schlimme ist das ich selbst schon mit Tiergegnern über diese Sekte gesprochen habe und diese, obwohl selbst Atheisten, die Sekte als einzige Chance sehen uns Jäger zu stoppen. Sie würden dort sogar beitreten und Mitglied werden ... rein aus Hass auf uns "Mörder". Es wird Zeit zum Handeln und um diesen Wahnsinn zu stoppen.

Im Grunde genommen geht es der Sekte eigentlich darum "Veganer" zu schaffen, also Menschen die auf tierische Produkte komplett verzichten. Damit kann man aber nicht Punkten, kein Geld sammeln und auch keine steuerlichen Vorteile einholen .... also .... Religionsgemeinschaft gründen. Vielleicht sollten die Jäger auch eine "Religionsgemeinschaft Gründen" .... die Brüder des "Heiligen Hubertus" ... oder sowas :-).
War nicht Jesus auch selbst schon "Fischer" .... "Menschen - Fischer"????? Angler dieser Welt, vereinigt Euch .. :-)

Maike hat gesagt…

Mir waren Jäger früher auch ein bischen suspekt, bis wir uns in einen Jagdhund verliebt haben. Seitdem habe ich einen Einblick in die Jägerwelt und lerne viele vernünftige, tierliebe Menschen kennen, die den Wildbestand kontrollieren und dadurch die Artenvielfalt erhalten.
Leider sind das in diesem Fall nicht nur irgendwelche "Millitanten", sondern organisierte, kluge Menschen mit Geld. Und dann noch unter dem Deckmantel einer christlichen Gemeinschaft, unglaublich.
Aber wehe, wenn eine Rotte Schwarzwild in deren Garten steht und nicht wieder weg will, was dann?? Und wer hilft den ganzen armen Rehen, die von Auto verletzt worden sind, wer kann die dann erlösen? Ach ne, Auto fahren wird dann ja als nächstes verboten. Und wer schützt denn die Bäume vor zu viel Wildfraß? Oder werden dann wieder natürliche Feinde angesiedelt?
Sorry, mich bringen solche Menschen in rage, klug genug, um ihre Meinung durch zu setzten, aber zu dumm, um mal ein paar Jahre vorraus zu denken.
Ich hoffe nur, das UL viel Gegenwind von den Behörden, Gerichten und der Öffentlichkeit bekommt.