3.3.14

Stellungnahme des Ökologischen Jagdverbands zu umstrittener ZDF-Sendung: „Jäger in der Falle“ aus eigenen Interessen und gesellschaftlichem Anspruch



Kritische ZDF-Sendung trotz Schwächen mit richtigem Tenor – ÖJV steht zu einer modernen Jagd mit Dienstleistungsfunktion


Großes Echo hat die ZDF-Sendung „Jäger in der Falle“ vom 19. Januar ausgelöst. Die Jäger fühlen sich von den Journalisten voreingenommen und schlecht behandelt. Der Bericht sei äußerst einseitig und trotz entsprechender Angebote seitens der Jägerschaft mangelhaft recherchiert worden – insgesamt sei die Stimmung in den Medien „jagdfeindlich“. In die gleiche Kategorie wird seitens der Jäger die MDR-Reportage „Gejagte Jäger – Zwischen Naturliebe und Blutsport“ vom 26. Februar eingeordnet.

Kommentare:

Axel Plümacher hat gesagt…
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Axel Plümacher hat gesagt…

Zur Stellungnahme des ÖJV zum ZDF Beitrag "Jäger in der Falle"

In der Kurzfassung könnte man sagen Bla bla bla. Alles genauso nichts sagend wie die meisten Antworten von Politikern oder Fußballtrainer auf kritische Fragen. Keine Fakten, nur Phrasen wie z. B. "Aus Sicht des ÖJV", also rein subjektiv oder allgemein gehaltenen Rundumschlägen wie überhöhte Schalenwildbestände oder dass die Jägerschaft ein Interesse an hohen Wilddichten hat, damit das Bejagen einfacher ist. Solche Äußerungen sind doch nur armselig, genauso wie die Tatsache, das der ÖJV die Hauptaufgabe der Jagd in der Verhinderung von Wildschäden sieht, Kein Wort von der Liebe zur Natur, von dem Wohlfühlgefühl beim Lauschen des Vogelgezwitschers, den Schauern, die einem über den Rücken laufen, wenn nachts die Eulen schreien, Kein Wort über die Freude, die man hat beim Beobachten der umherspringenden Rehkitze und Hirschkälber, wenn die Fasanenhähne balzen in ihren prächtigen Farbenkleid, die Rammler boxen, Vögel die von den Jägerschaften oder in privater Initiative angelegten Biotopen annehmen und dankend ihre Nester bauen, Deckung und Nahrung finden, Schmetterlinge das ganze Jahr über die Wildäcker aufsuchen usw.,usw. nein die schreiben nur vom Abschießen, nichts als Töten, Ungeziefer vernichten. Das sind doch eigentlich die Leute, gegen den sich der Haß der Jagdgegner richten müsste, wilde Schießer die Ihre Geilheit aufs Töten unter dem Deckmantel der Waldökölogie verstecken und mit wirtschaftlichen Zwängen rechtfertigen, Tierschutz ist für die ein Fremdwort, siehe dem Desaster bei der von Falk Jagszent, Geschäftsführer des ÖJV MV, veranstalteten Jagden im Müritznationalpark und der Auffassung, dass Wildtiere im Winter elendig eines grausamen langsamen Todes sterben müssen, weil das dann eben Natur ist. Dann soll es auch Natur sein, dass diese ideologisch verblendeten Menschen vom ÖJV die Zahnschmerzen aushalten müssen, ihnen ohne Behandlung langsam die Kiefer wegfaulen, die Borreliose sie in die Bewegungslosigkeit befördert, der Krebs mit all seinen Schmerzen sie langsam auffrisst usw. Vielleicht bekommen sie dann ein Gespür dafür, wie wichtig und human es ist den Tieren im Winter zu helfen und welcher Segen es für die Wildtiere in Deutschland ist, dass das Wildtiermanagement überwiegend von traditionellen Jägern betrieben wird.

Natürlich gibt es Probleme, aber die werden von unseren Verbänden mit zunehmender Qualität auf sachlicher Basis angegangen, und damit wird eine Kernforderung des ÖJV und vieler Jagdgegner, sich den verändernden gesellschaftlichen Verhältnissen anzupassen, erfüllt. Sich Anpassen bedeutet aber nicht unbedingt auch immer Nachgeben. Auch wenn Tausende von Großstädtern oder Stadtflüchtlingen nach Abschaffung der Jagd schreien, viele von denen kaum Wissen über die Zusammenhänge von Land-und Forstwirtschaft und Natur haben, Tierliebe sich auf das Wohlbefinden des Stubentigers beschränkt, muss deren Geschrei nicht sachlich begründet oder wissenschaftlich belegt sein. Wer aufs Land zieht um dort zu wohnen, macht das entweder weil es preiswerter ist als in der Stadt, oder weil es dort schöner findet. Und warum findet er es dort schöner, weil sich dort eine Lebensart erhalten hat, die wesentlich natürlicher ist als die Lebensart in den Städten und Ballungsräumen. Und zu dieser Lebensart gehört der vollkommen natürliche Prozess der Jagd dazu.

Manchmal geschieht die Meinungsbildung und das Auftreten unserer Verbände in der Öffentlichkeit vielleicht zu sachlich, aber ich denke, auch da findet gerade ein Veränderungsprozess statt, auch dank der Online Petition des Max Görzfried, Ihm Dank dafür

Axel Plümacher